Bericht Premiere vom 26.12.22

 

So lief die erste Theateraufführung im neuen Zollenreuter Dorfstadel

 

 

Das Geheimnis um die verschwundene Schatulle ist gelöst und die Schauspieler um Regisseur Peter Gaiser sind glücklich über die gelungene Premiere (von links): Technik Dieter Schuhmacher, Moni Seifert, Maresa Mutter, Petra Rolser, Claus Hübner, Souffleuse Anita Knöpfler, Maske Petra Brick, Regisseur Peter Gaiser, Tanja Laub, Jürgen Sonntag, Christian Lunnebach, Doris Schenk, Rainer Dopfer. (Foto: Claudia Buchmüller)

 

Grund zum Feiern gab es am Stephanstag in Zollenreute genug, konnte doch die Dorfweihnacht erstmals im neuen Dorfstadel stattfinden. So war denn die Freude der zahlreichen Gäste über die „Rückkehr in die Heimat“ groß.

Nicht weniger freuten sich drei Mitglieder der Laienspielgruppe, die von Rainer Kurze, Präsidiumsmitglied des Landesverbandes der Amateurtheater Baden-Württembergs, ausgezeichnet wurden. Moni Seifert und Peter Gaiser erhielten für 20 Jahre Engagement die silberne Ehrennadel, Claus Hübner zum 10-jährigen die bronzene Ehrennadel überreicht.

Zwischenmenschliche Turbulenzen

Dann wurde das Licht im Stadel von blauem Dämmerlicht auf der Bühne abgelöst und allmählich war zur Melodie von Pink Panther schemenhaft eine im Büro herumschleichende Gestalt zu erkennen, die sich im späteren Verlauf als Einbrecher, Privatdetektiv und Schmucksachverständiger Bruno Helmle (Rainer Dopfer) entpuppte.

Januar. Karten sind Dienstag bis Freitag von 18 bis 20 Uhr erhältlich bei Familie Pfeiffer unter Telefon 07525/8297.
Grund zum Feiern gab es am Stephanstag in Zollenreute genug, konnte doch die Dorfweihnacht erstmals im neuen Dorfstadel stattfinden. So war denn die Freude der zahlreichen Gäste über die „Rückkehr in die Heimat“ groß.

Nicht weniger freuten sich drei Mitglieder der Laienspielgruppe, die von Rainer Kurze, Präsidiumsmitglied des Landesverbandes der Amateurtheater Baden-Württembergs, ausgezeichnet wurden. Moni Seifert und Peter Gaiser erhielten für 20 Jahre Engagement die silberne Ehrennadel, Claus Hübner zum 10-jährigen die bronzene Ehrennadel überreicht.

Zwischenmenschliche Turbulenzen

Dann wurde das Licht im Stadel von blauem Dämmerlicht auf der Bühne abgelöst und allmählich war zur Melodie von Pink Panther schemenhaft eine im Büro herumschleichende Gestalt zu erkennen, die sich im späteren Verlauf als Einbrecher, Privatdetektiv und Schmucksachverständiger Bruno Helmle (Rainer Dopfer) entpuppte.

Dieser entfernte sich rasch durch den Zuschauerraum, als Schrotthändler Ludwig Hafner (Claus Hübner) mit seiner Gattin Maja (Tanja Laub) von der Urlaubsreise zurückkehrte. Mit dem jüngst erst kennengelernten Ehepaar Oskar (Christian Lunnebach) und Leonie (Moni Seifert) Fuchs, das infolge eines verpassten Fluges bei den Hafners Aufnahme fand, wurde es zwischenmenschlich recht turbulent und es war köstlich anzusehen, wie die Paare jegliche Gelegenheiten zu einem heimlichen Flirt nutzten.

Auch der gutmütige Gottlieb (Jürgen Sonntag), langjähriger Mitarbeiter auf dem Schrottplatz, hatte mit Katharina (Maresa Mutter), der aufreizenden Besitzerin des Etablissements Chez-Nous, ein Techtelmechtel begonnen. Das gefiel Hilde (Petra Rolser), der rechten Hand des Schrotthändlers ganz und gar nicht.

Da beide Frauen auf ihre ureigene Art äußerst wortgewaltig waren, kam es sogar zu Handgreiflichkeiten zwischen ihnen. Lediglich die so gar nicht neugierige Raumpflegerin Else (Doris Schenk) ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und brachte dem verzweifelten Gottlieb Yogaübungen bei.

Neben menschlichen Irrungen und Wirrungen hatte Autor Hans-Joachim Caspart gleich zwei Kriminalfälle in die schwäbische Komödie in drei Akten gepackt. Einerseits wollten alle Schauspieler die Schmuckschatulle an sich bringen, um deren Inhalt zu verkaufen. Andererseits hatte die zwielichtige Katharina darin auch noch heimliche Fotos von Besuchern des Chez-Nous versteckt, um diese damit zu kompromittieren.

Regisseur Peter Gaiser hatte beim Zuschauen in der hintersten Reihe im Saal sichtlich großen Spaß an seinem Team. Ein ums andere Mal klatschte er begeistert in die Hände ob der Mimik und Gestik, welche auf der Bühne mehr als gekonnt dargeboten wurde. Gaiser war es aber auch gelungen, jede Figur passend zu besetzen.

So reagieren die Zuschauer

Die Spielfreude, welche alle Schauspieler an den Tag legten, sprang unwillkürlich auf die Zuschauer über, die manch Szenenapplaus spendeten. Und mancher lernte an diesem Abend etliche schwäbische Ausdrucksweisen, die ihm bis dato noch nicht geläufig waren.

Mit viel Applaus bedankte sich das Publikum abschließend für einen amüsanten und kurzweiligen Theaterabend. „Ond Soita mit frischem Baurabrot hot‘s au wieder geba“, äußerte ein älterer Herr auf dem Nachhauseweg zufrieden.

Bericht der Schwäbischen Zeitung von Claudia Buchmüller vom 29.12.2022

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2022/23 D`verschwondene Schatulle